Blog Geschichte Kloster Muri
Die barocke Klosterkirche Muri beeindruckt bis heute mit ihrer Pracht. In den 1690er-Jahren liess Abt Plazidus Zurlauben den achteckigen Zentralbau als repräsentatives Denkmal errichten. Die Kirche ist Ausdruck seines Anspruchs auf Rang und Herkunft.
Weshalb treten Menschen in ein Kloster ein? Was bewegt Mönche und Nonnen in ihrem Leben? Eine neue Studie zum Leben und zur Identität von Benediktinerinnen und Benediktinern gibt Einblick in die Veränderungen klösterlichen Lebens seit 1950.
Muris Theatertradition reicht weit zurück. In der Barockzeit stand der heilige Leontius im Zentrum von pompösen Prozessionen. Auch das älteste Osterspiel steht mit Muri in Verbindung – allerdings nur dem Namen nach.
Weinbau gehört in Benediktinerklöstern zur Tradition. Bereits Benedikt erwähnte den Wein in seiner Regel. Ohne Messwein keine Eucharistie. In Muri-Gries ist Wein heute zu einem zentralen Wirtschaftszweig geworden.
Muri und Hermetschwil sind benediktinische Klöster und orientieren sich an der Regel des heiligen Benedikt. Vor 1500 Jahren verfasst, ist sie bis heute das bekannteste Regelwerk für den klösterlichen Alltag.
Zum Zeitpunkt seiner Aufhebung 1841 befanden sich im Kloster Muri über 900 Musiknoten. 1847 wurden sie auf verschiedene Institutionen im Kanton Aargau verteilt – allerdings nicht alle: Einige waren schon vorher nach Gries in Südtirol gelangt.
Bereits die Benediktsregel aus dem 6. Jahrhundert machte Kleidervorschriften. Was ursprünglich Grundbedürfnisse des Alltags abdecken sollte, entwickelte sich zu einer Ordenstracht, die sich von Kloster zu Kloster unterscheidet. Doch es geht um mehr als äusserliche Abgrenzung.
Der Fotograf P. Ambros Trafojer hinterliess ein einzigartiges Fotoarchiv im Kloster Muri-Gries. Seine Bilder dokumentieren ein halbes Jahrhundert Südtiroler Geschichte. Der Historiker Hannes Obermair zeigt in seiner neuen Publikation diese bislang unbekannten Perspektiven.
Selbst versierten Fachleuten sind die zwei spätgotischen Flügelaltäre im Benediktinerkollegium Sarnen nicht bekannt. Die Kunsthistorikerin Charlotte Gutscher-Schmid hat sie nun genau unter die Lupe genommen. Im Juni erscheint ihr «Murensia»-Heft zu diesem Juwel.
Klöster sind Orte des Glaubens, der Macht – und der Bildung. Auch die Mönche von Muri führten seit frühester Zeit eine Schule. Sie hat sich inhaltlich und in ihrer Form immer an die Zeit angepasst.